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Kommunen innovativ - Bürgerfonds

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Warum?

Historisch und kulturell wertvolle, jedoch immer stärker verfallende Bauwerke in den Ortskernen und bundesweite Entwicklungstrends machen es den kleinen und mittleren Zentren immer schwerer, sich überhaupt noch im Wettbewerb zu behaupten. Viele Städte sind zu schwach, die hohen Sanierungs- und Unterhal­tungskosten selbst zu erwirtschaften und müssen nach neuen Wegen zum Erhalt ihrerVitalität suchen. Der Wille ist da, besonders die Bürger wollen selbst mit anpacken, doch die (finanziellen) Möglichkeiten müssen hierfür bereit gestellt werden.

Was?

Das Projekt "Kommunen Innovativ-Bürgerfonds: Entwicklung eines bürgerschaftlich getragenen Entscheidungs- und Finanzierungsmodells für Innenentwicklung und Stadtumbau in schrumpfenden kleinen und mittleren Städten TP1", ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Vorhaben. Durch die Entwicklung eines Bürgerfonds sollen die Möglichkeiten von Bürgergruppen zur Eigeninitiative verbessert werden. In dem Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerk­städte e. V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung trias und dem Planungsbüro StadtLand UG, Leipzig erproben vier Pilot­städte (Bleicherode, Felsberg, Hann. Münden und Helmstedt) die Entwicklung und Umsetzung bürger­schaftlich getragener Finanzierungsmodelle, die dem Erhalt, der Sanierung und der dauer­haften Nutzung der stadtprägenden Fachwerkgebäude dienen sollen.

Wie?

Bereits erfolgreiche Praxisbeispiele von Bürgergruppen in Fachwerkstädten sollen als Vorbild dienen, um den Grundstein für weitere Initiativen in den Pilotstädten zu bilden. Weiterhin unterstützt die Stiftung trias mit Hilfe eines Sondervermögens den Erwerb von historischen Gebäuden, um deren Sanierung und Erhalt zu sichern. Auf dieser Grundlage sollen Nutzungskonzepte für die Immobilie erstellt werden, die eine dauerhafte Unterhaltung und Selbstfinanzierung der Bausubstanz durch die Initiative ermöglichen. Die Gebäude bleiben also in die Hände der ortsansässigen Bürger, um sowohl das kulturelle und soziale Vermögen der Stadt zu sichern, als auch das gesamte Stadtbild zu verbessern.

Was dann?

Das Projekt und die Unterstützung durch leistungsstarke Partner sollen lokalen Initiativen und Bürgergruppen zukünftig die "Angst" vor dem Engagement für eine Fachwerkimmobilie nehmen. Die Idee der Bürgerfonds soll bundesweit zur Verfügung stehen und über den Förderzeitraum und die vier Pilotstädte hinaus als Vorbild für die "Innenentwicklung mit neuen Instrumenten" in deutschen Klein- und Mittelstädten dienen. Durch die angestrebte Form eines "revolvierenden" Fonds soll vor allem auch die Möglichkeit gegeben werden, dass weitere Initiativen in Zukunft darauf zurückgreifen können.

"Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 033L175B gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V.."